Simone Abelmann sitzt am Tisch und zeichnet umperfekt ist perfekt

Simone Abelmann im Interview: Unperfekt ist perfekt – Spaß entsteht beim Zeichnen

Im Juli 2020 belegte ich einen Sketchnotekurs an der Universität. Intuitiv wusste ich, dass ich mit Sketchnotes mein Lernen unterstützen kann. Immerhin stand ich kurz vor der Masterprüfung und suchte Wege, um mir das Lernen zu vereinfachen. Im Dezember lernte ich dann Simone Abelmann in einem kostenfreien digitalen Sketchcamp kennen. Sofort war ich gefesselt von dieser Leichtigkeit des Zeichnens und der Einstellung „Unperfekt ist perfekt – der Spaß entsteht beim Zeichnen“. Die Verbindung von einfachen Worten und Zeichnungen fesselten mich so, dass ich mich gleich für Simones Funny Sketchnotes World entschied. Simones Begeisterung ist ansteckend, unermüdlich zeigt sie wie einfach es sein kann. Inzwischen sketche ich mit meinen Schülern im Unterricht und mit meinen Coachees.

1. Wer bist du und was genau machst du?

Ich bin Simone Abelmann, Jahrgang 1970, Mutter von zwei Teenie-Mädels und wohne mit meiner Familie, zwei Katzen am Rande des Ruhrgebietes im Kreis Wesel. Als IT-Unternehmerin gestartet, bin ich mittlerweile Sketchnoterin und zeige Menschen wie sie Sketchnotes, Doodling und vor allem auch das digitale Zeichnen anwenden können. 2018 habe ich mein Erfolgskurssystem, die Funny Sketchnotes, gegründet. Seitdem haben wir wir über 5000 Kunden in unseren Kursen und wahrscheinlich über 100000 in unseren öffentlichen Webinaren zum Zeichnen gebracht. 

brünette blonde Frau mit weißer Bluse im Vordergrund, dahinter ein Getreidefeld gemäß dem Motto unperfekt ist perfekt
Simone Abelmann

2. Wie bist du zum Sketchen gekommen?

Ich habe jemanden kennengelernt, die bei mir in der Ecke einen Offline-Kurs gegeben hat. Das war im Sommer 2017 und ich habe sofort Feuer gefangen und erste Produkte und Zeichnungen für mein Business angefertigt. Eigentlich wollte ich aber einfach nur etwas für mich tun. 

3. Was begeistert dich so sehr am Sketchen?

Es ist mega einfach zu lernen, das heißt es kann jeder ganz easy lernen. Man kann aber höchst komplexe Zusammenhänge darstellen und zwar so, dass andere sie easy verstehen können. 

4. Du warst bereits in einer Schule und hast mit Schülern gesketcht, wie kann Sketchen beim Lernen unterstützen?

Das Sketchnoten besteht ja oft aus Text und Zeichnungen und mit Kästen, Container und Rahmen kommt es auch mit viel Struktur daher. Gleichzeitig mit dem Zeichnen von Figuren, Objekten kommt es dazu, dass wir unser Gehirn ganz anders fordern, als wenn wir nur schreiben oder lesen. Wir nehmen Lerninhalte schneller auf und behalten länger und effizienter. Vokabeln lernen, zum Beispiel, ist dann auf einmal ein Kinderspiel!

Das visuelle Alphabet
Das visuelle Alphabet

5. Was ist dein persönliches Motto in deinem Leben?

Ganz einfach: Unperfekt ist perfekt!

6. Was war dein wichtigster AHA-Moment für dich beim Sketchen?

Der Moment wo ich in mein Motto eingetaucht bin. Ich guckte auf diesen besagten Workshop im Sommer 2017 nach der Pause auf mein Sketchbook vom Vormittag und dachte so für mich: “Wie genial sieht das denn aus?”.  Für einen Moment dachte ich, es wäre von meinem Nachbar und deswegen fiel das Lob viel größer aus, als noch vor der Pause. Ich kapierte, dass wenn ich jede Wertung raus nehme und ich jeden Strich und jede Zeichnung von mir feiere, dass man Großes bewegen kann. 

Umperfekt ist perfekt: Tue, was du liebst, viele kleine Zeichnungen vereint zu einem Gesamtbild
Tue, was du liebst

7. Was sind deine 3 besten Tipps für Eltern, deren Kinder visuelle Unterstützung beim Lernen brauchen, aber nicht zeichnen können?

  1. Selber einfach mal anfangen, denn dann stellt man fest, dass es gar nicht schwierig ist. Am besten gemeinsam mit den Kindern. 
  2. Den Kindern das nicht als neue Lehrmethode anpreisen, sondern einfach mal machen und dann die Kinder selber drauf kommen lassen. 
  3. Gemeinsam mit den Kindern zeichnen, damit ganz viel Spaß entsteht!

Wie fließt das Sketchen in meine Arbeit als Lerncoach ein?

In meinem Programm „Lernmagie – der Erfolgskurs für Schüler der 3. – 6. Klasse“ dürfen du und dein Kind spüren, dass Lernen gelingen darf. Es kann sogar Spaß machen. Unser Gehirn denkt in Bildern. Wir lernen durch Bilder. Ist das nicht genial? Dein Kind kann sich so viel leichter die Inhalte merken. Durch die Hand in den Kopf und das kreativ – so können sich z.B. die Schreibweise schwierige Wörter einfach gemerkt werden oder das Lernen von Vokabeln kann nachhaltiger gelingen. Auch der Unterrichtsstoff aus den anderen Fächern lässt sich so einfacher merken.

In der „Magischen Lernpost“ gibt es in ca. zweiwöchigen Abständen Neuigkeiten aus der Lernmagie. Hier kannst du dich dafür anmelden, wenn du weitere Neuigkeiten u.a. zu Sketchnotes beim Lernen erfahren möchtest.

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