Es gibt Monate, in denen viele Termine im Kalender stehen und es gibt Monate, die den eigenen Blick auf die Arbeit verändern. Der Juni gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich nehme dich mit in meinen Monatsrückblick Juni 2026: Lerncoaching & Aromatherapie.
Während ich das kommende Schuljahr plante, Familien im Lerncoaching begleiten durfte und neue Ideen für meine Arbeit entwickelte, wurde mir immer klarer, was mich antreibt. Ich möchte Kinder nicht auf ihre Schwierigkeiten reduzieren. Ich möchte verstehen, was sie brauchen, damit Lernen wieder gelingen kann.
Diese Erkenntnis hat sich wie ein roter Faden durch meinen Monat gezogen. Sie zeigte sich in Gesprächen mit Eltern, in der Planung der Schule, bei berührenden Rückmeldungen aus dem Lerncoaching und sogar bei einem Familienfest. Sie führte mich außerdem zurück zu einer großen Leidenschaft, der Aromatherapie. Heute weiß ich noch deutlicher, warum sie einen festen Platz in meiner Arbeit bekommen soll.
Wenn du mich schon länger begleitest, weißt du, dass mich die Themen Lerncoaching, frühkindliche Reflexe, ADHS und Konzentration fördern seit vielen Jahren beschäftigen. Im Juni ist daraus noch etwas Größeres entstanden. Eine Haltung, die all diese Bereiche miteinander verbindet. Im Monatsrückblick Juni 2026: Lerncoaching & Aromatherapie möchte ich dich ein Stück weit hinter die Kulissen nehmen.
Schuljahresplanung. Warum jede Entscheidung bei den Kindern beginnt
Die Planungen für das kommende Schuljahr haben im Juni einen großen Teil meiner Arbeit als Schulleiterin eingenommen. Von außen sieht man oft nur den fertigen Stundenplan oder die Information, welche Lehrkraft eine Klasse übernimmt. Hinter diesen Entscheidungen stehen viele Gespräche, Überlegungen und Abwägungen.
Besonders beschäftigt hat mich die Frage, was unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler brauchen. Gerade Kinder der ersten und zweiten Klassen benötigen eine feste Vertrauens- und Bezugsperson. Sie gibt Sicherheit, Orientierung und Halt. Ein vertrautes Gesicht kann den Schulalltag leichter machen und Kindern helfen, mit neuen Situationen umzugehen.
Gleichzeitig müssen wir als Schulleitung den gesamten schulischen Organisationsrahmen im Blick behalten. Wir berücksichtigen pädagogische Konzepte, Unterrichtsversorgung, Stundentafeln, Qualifikationen der Lehrkräfte und die Bedürfnisse aller Klassen. Nicht jede Entscheidung ist leicht. Manchmal stehen mehrere gute Lösungen zur Auswahl. Manchmal gibt es keine perfekte Lösung.
Meine wichtigste Erkenntnis dabei lautet: Wir treffen unsere Entscheidungen immer für die Kinder. Wir fragen nicht zuerst: Was ist für Erwachsene am bequemsten? Sondern: Was hilft unseren Schülerinnen und Schülern, sich gut zu entwickeln, sicher zu fühlen und erfolgreich zu lernen?
Diese Haltung begleitet mich bei jeder Planung. Sie erinnert mich daran, dass hinter jedem Stundenplan Kinder stehen, die Vertrauen brauchen, Beziehungen aufbauen und ihren Platz in der Schule finden möchten.
Meine Liebe zur Aromatherapie neu entdeckt. Warum sie heute zu meinem Lerncoaching gehört
Vor einigen Wochen saß ein Kind im Lerncoaching vor mir, das kaum zur Ruhe kam. Die Gedanken sprangen, die Hände waren ständig in Bewegung, und schon nach wenigen Minuten war die Konzentration erschöpft. Wir hatten bereits verschiedene Übungen ausprobiert, doch an diesem Tag wollte nichts so richtig greifen. Ich griff intuitiv zu einem ätherischen Öl, ließ das Kind daran riechen und fragte einfach: „Wie fühlt sich das für dich an?“ Es wurde still. „Irgendwie ruhig“, sagte es nach einem Moment. Und genau in diesem Augenblick veränderte sich etwas. Die Anspannung ließ nach, das Kind konnte sich wieder auf die Aufgabe einlassen.
Dieser Moment hat mich tief berührt und gleichzeitig an etwas erinnert, das lange in mir geschlummert hat.
Im Juni habe ich meine Verbindung zur Aromatherapie neu entdeckt. Ätherische Öle begleiten mich schon lange, doch erst jetzt erkenne ich, wie gut sie zu meiner Arbeit passen.
Im Lerncoaching erlebe ich täglich, dass Kinder mit ihrem ganzen Körper und ihren Gefühlen lernen. Genau hier setzt die Aromatherapie an. Sie hilft, Ruhe zu finden, Sicherheit zu spüren und wieder offen für Lernen zu werden.
Für mich ist sie keine einzelne Methode, sondern eine wertvolle Ergänzung zu Lerncoaching und der Arbeit mit frühkindlichen Reflexen. Sie unterstützt meinen ganzheitlichen Blick auf Kinder und ihre Bedürfnisse.
Ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen und Kinder noch umfassender zu begleiten, damit Lernen leichter wird und Familien mehr Entlastung erfahren. Im Monatsrückblick Juni 2026: Lerncoaching & Aromatherapie habe ich begonnen, dich auf diesen Weg mitzunehmen.
Zwölf Jahre Schule. Ein Abschluss, der mich nachdenklich gemacht hat
Im Juni durfte ich gemeinsam mit meiner Familie einen ganz besonderen Moment erleben. Mein Neffe hat sein Abitur bestanden. Zwölf Jahre Schule liegen hinter ihm. Als wir diesen Meilenstein gefeiert haben, wurde mir bewusst, wie viel mehr hinter einem Abschlusszeugnis steckt.
Zwölf Jahre bedeuten unzählige Unterrichtsstunden, Klassenarbeiten, Prüfungen, Hausaufgaben und Referate. Sie stehen für Erfolgserlebnisse, aber auch für Unsicherheiten, Rückschläge und Tage, an denen man am liebsten aufgegeben hätte. Jeder Schulweg verläuft anders. Manche Kinder gehen scheinbar mühelos durch ihre Schulzeit, andere müssen für jeden kleinen Schritt kämpfen. Am Ende erzählt ein Zeugnis deshalb nie die ganze Geschichte.
Während der Feier habe ich mich gefragt, wie oft wir im Schulalltag nur auf das Ergebnis schauen. Dabei entsteht Entwicklung jeden Tag. Sie zeigt sich in kleinen Fortschritten, im Mut, etwas Neues auszuprobieren, im Durchhalten und im Vertrauen, den eigenen Weg weiterzugehen.
Dieser Gedanke begleitet mich auch in meinem Lerncoaching. Viele Kinder kommen zu mir, weil sie glauben, nicht gut genug zu sein. Gemeinsam richten wir den Blick wieder auf das, was bereits gelingt. Wir feiern nicht nur gute Noten, sondern auch kleine Schritte. Mehr Konzentration, ein gelöstes Rechenproblem, eine ruhigere Hausaufgabensituation oder der Satz: „Ich habe mich heute etwas getraut.“
Die Feier meines Neffen hat mich daran erinnert, dass jeder große Erfolg aus vielen kleinen Schritten entsteht. Entwicklung braucht Zeit, Vertrauen und Menschen, die an ein Kind glauben. Genau deshalb liebe ich meine Arbeit.
Was im Juni 2026 sonst noch los war
• Gemeinsam mit einem Lehrbeauftragten des Landessportbundes Mecklenburg. Vorpommern habe ich eine 90-minütige Life Kinetik Fortbildung entwickelt und durchgeführt. Die Begeisterung der Teilnehmenden hat mir erneut gezeigt, wie wirkungsvoll Bewegung und Lernen miteinander verbunden werden können.
• Eine Lehrerin berichtete mir von einem Kind aus meinem Lerncoaching. Es gehe inzwischen viel gelöster in den Unterricht, beginne Mathematikaufgaben ohne die frühere Anspannung und erlebe dadurch deutlich mehr Erfolgserlebnisse. Solche Rückmeldungen berühren mich jedes Mal aufs Neue.
• Im Juni sind erste Materialien für hochbegabte Kinder mit ADHS Symptomen entstanden. Mir ist wichtig, Denkfreude, Bewegung und Konzentration auf eine Weise miteinander zu verbinden, die den Kindern gerecht wird.
Meine wichtigste Erkenntnis im Juni
Wenn ich auf den Juni zurückblicke, dann gibt es einen Gedanken, der sich wie ein roter Faden durch den ganzen Monat zieht.
Ich glaube heute mehr denn je daran, dass Kinder nicht in einzelne Schubladen passen.
Ein Kind ist nicht „das ADHS Kind“. Es ist nicht „das unkonzentrierte Kind“, es ist auch nicht „das hochbegabte Kind“ oder „das Kind mit Lernproblemen“. Hinter jedem Verhalten steckt eine Geschichte, hinter jeder Herausforderung stehen Stärken, Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten.
Deshalb reicht für mich keine einzelne Methode aus.
Im Lerncoaching darf ein Kind wieder erfahren, dass Lernen gelingen kann. Die Arbeit mit frühkindlichen Reflexen zeigt mir immer wieder, welchen Einfluss die körperliche Entwicklung auf das Lernen, die Konzentration und die emotionale Sicherheit hat.
Im Juni habe ich außerdem etwas wiedergefunden, das lange in meinem Herzen war. Meine Liebe zur Aromatherapie.
Die ätherischen Öle ergänzen meine Arbeit dort, wo Worte manchmal nicht ausreichen. Sie schaffen eine Atmosphäre, in der Kinder leichter ankommen, sich sicher fühlen und offen für neue Erfahrungen werden. Genau darin liegt mein Warum.
Ich möchte keine Symptome bekämpfen, ich möchte Kinder verstehen. Darum möchte ich nicht nur die Konzentration fördern. Ich möchte herausfinden, warum Konzentration gerade schwerfällt.
Ich möchte nicht nur über ADHS sprechen, sondern jedes Kind mit seiner eigenen Persönlichkeit, seinen Stärken und seinen Herausforderungen sehen.
Deshalb wächst auch mein Weg als Lerncoach immer weiter. Die Verbindung aus Lerncoaching, frühkindlichen Reflexen, Aromatherapie, Bewegung, Vertrauen und einer wertschätzenden Beziehung fühlt sich für mich stimmig an. Nicht, weil jede Methode für sich allein wirkt, sondern weil sie sich gegenseitig ergänzt und den ganzen Menschen in den Blick nimmt.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Monats. Entwicklung entsteht dort, wo wir aufhören, nur einzelne Probleme lösen zu wollen, und beginnen, den Menschen als Ganzes zu sehen.
Was ich im Juni 2026 gebloggt habe
Im Juni sind gleich mehrere Artikel entstanden, die Eltern, Lehrkräfte und alle begleiten, die Kinder beim Lernen unterstützen möchten.
• Der Moment, als ich erkannte, dass meine Tochter nicht faul war.
Ein sehr persönlicher Artikel über den Wendepunkt, der mein Leben verändert und meinen Weg ins Lerncoaching geprägt hat.
• Monatsrückblick Mai 2026. Familie, Wachstum und neue Wege.
Ein Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit als Schulleiterin, Lerncoach und Familienmensch.
• 12 von 12 im Juni 2026. No Limits.
Zwölf Bilder erzählen einen Tag zwischen Schule, Lerncoaching und Familie.
• Kind kann sich nicht konzentrieren? 10 Konzentrationshelfer.
Zehn alltagstaugliche Ideen, mit denen Eltern die Konzentration fördern können.
Mach mit bei meiner Blogparade
Mich beschäftigt jeden Tag die Frage, wie Kinder mit mehr Freude und weniger Druck lernen können. Deshalb habe ich die Blogparade „Meine 10 besten Konzentrationshelfer“ ins Leben gerufen.
Ich lade dich herzlich ein, deine Erfahrungen zu teilen. Ganz gleich, ob du Mutter, Vater, Lehrkraft, Erzieherin, Therapeut oder Lerncoach bist. Welche Ideen helfen Kindern dabei, sich besser zu konzentrieren? Ich freue mich auf deine Perspektive.
Alle Informationen zur Teilnahme findest du hier:
„Konzentrationshelfer im Familienalltag“
Ausblick auf den Juli 2026
• Sommerferien mit der Familie genießen.
Nach einem intensiven Schuljahr freue ich mich auf gemeinsame Zeit mit meiner Familie. Diese Momente schenken mir Ruhe, neue Perspektiven und erinnern mich daran, wie wertvoll gemeinsame Erlebnisse sind.
• Neue Blogartikel rund um die Aromatherapie veröffentlichen.
Ich möchte noch mehr darüber schreiben, wie ätherische Öle Kinder und Familien im Alltag begleiten können. Besonders wichtig ist mir dabei eine verantwortungsvolle und alltagstaugliche Anwendung als Ergänzung zu meinem Lerncoaching.
• Neue Lerncoaching-Materialien mit dem Schwerpunkt Konzentration entwickeln.
Viele Kinder brauchen keine zusätzlichen Arbeitsblätter, sondern Materialien, die sie motivieren, ihre Aufmerksamkeit fördern und ihre individuellen Stärken berücksichtigen. Genau daran möchte ich in den Sommerferien weiterarbeiten.
• Einen besonderen Geburtstag feiern.
Im Juli steht der Geburtstag meiner Tochter an. Ich freue mich darauf, diesen Tag gemeinsam mit meiner Familie zu verbringen und neue Erinnerungen zu schaffen.
• Kraft für das neue Schuljahr sammeln.
Nach den Sommerferien warten viele spannende Projekte auf mich. Ich möchte die freie Zeit bewusst nutzen, um neue Energie zu tanken, Ideen weiterzuentwickeln und mit frischer Motivation in das kommende Schuljahr zu starten.
Ich bin gespannt, welche Begegnungen, Erkenntnisse und kleinen Wunder der Juli bereithält.
Das war mein Monatsrückblick Juni 2026: Lerncoaching & Aromatherapie. Wie war dein Juni? Welcher Moment hat dich besonders bewegt? Ich freue mich, wenn du deine Gedanken in den Kommentaren mit mir teilst.